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# IWF zählte binnen sechs Monaten 6.310 KI-generierte Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs

> Im ersten Halbjahr 2026 prüfte die IWF 6.310 KI-generierte Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs. Ihre veröffentlichten Zahlen für 2025 weichen voneinander ab; die genaue Steigerungsrate bleibt daher unklar.

By BIG CHANGE Editorial

Published: 2026-10-06T00:29:25.731Z
Updated: 2026-10-06T00:29:25.731Z
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Die Internet Watch Foundation (IWF) teilte mit, ihre Analysten hätten vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2026 insgesamt 6.310 KI-generierte Darstellungen geprüft, die nach britischem Recht als Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs gelten. Diese Zahl für sechs Monate übersteigt den von der IWF veröffentlichten Wert für das gesamte Jahr 2025. Die [Mitteilung vom 5. Oktober](https://www.iwf.org.uk/news-media/news/more-ai-generated-child-sexual-abuse-images-found-in-the-first-six-months-of-2026-than-all-of-2025-iwf-warns/) fordert außerdem EU-Regeln, mit denen Dienste auch zuvor unbekanntes Material erkennen können, statt nur bekannte Dateien abzugleichen.

Für das Vergleichsjahr gibt es unterschiedliche Angaben. Laut der Mitteilung vom Oktober waren es 2025 insgesamt 4.512 Darstellungen; der IWF-[Bildbericht 2025](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/image-insights/ai-generated-images/) nennt dagegen 4.586. Die Zahl für das erste Halbjahr 2026 liegt über beiden Werten. Die IWF erklärt die Differenz von 74 Darstellungen in ihren öffentlichen Unterlagen nicht. Eine genaue Steigerungsrate lässt sich daher nicht bestimmen.

## Die wesentliche Veränderung

- **Was sich geändert hat:** In sechs Monaten übertraf die Zahl der von der IWF kategorisierten KI-generierten Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs den veröffentlichten Gesamtwert für das gesamte Jahr 2025 – unabhängig davon, welche der beiden Angaben zugrunde gelegt wird. Erfasst wird das geprüfte Material, nicht alles, was online verbreitet wird.
- **Warum das wichtig ist:** Neu entdeckte Dateien müssen geprüft werden, bevor ein digitaler Fingerabdruck erstellt wird, mit dem Dienste weitere Kopien finden können. Bei höherem Aufkommen wird für Kinderschutzteams die Unterscheidung zwischen dem Erkennen bekannter Dateien und dem Auffinden neuer Dateien wichtiger.
- **Was weiter zu beobachten ist:** Die IWF möchte, dass die vorgeschlagene EU-Verordnung zu sexuellem Kindesmissbrauch auch die Erkennung zuvor unbekannten Materials erlaubt. Für die Einordnung der Warnung sind der Umfang des Vorschlags und die Erklärung der IWF zu ihren abweichenden Vergleichszahlen für 2025 maßgeblich.

## Was die Analysten gezählt haben

Die Mitteilung vom Oktober schlüsselt die 6.310 im ersten Halbjahr geprüften Darstellungen nach den britischen Schweregradkategorien auf: 5.557 in Kategorie C, 403 in Kategorie B und 350 in Kategorie A. Rund 88 Prozent der geprüften KI-generierten Darstellungen entfielen auf Kategorie C. Laut der [veröffentlichten Kategorisierungsmethode](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/methodology/) der IWF erhält jede Darstellung eine Schweregradeinstufung. Kategorie C umfasst anstößige Darstellungen, die nicht unter A oder B fallen. Die Kategorien beschreiben die rechtliche Schwere, nicht die Zahl der abgebildeten Kinder oder der Ersteller.

Die IWF erläutert in ihrer Methode für 2025, dass Daten aus öffentlichen Meldungen und proaktiven Recherchen der Analysten stammen. Meldungen, Webseiten, Bilder und Videos sind unterschiedliche Zähleinheiten. Für jedes Bild halten Prüfer Alter und Geschlecht des abgebildeten Kindes fest und erstellen nach der Einstufung einen digitalen Fingerabdruck, einen Hash. Zusammengesetzte Dateien erhalten eine einzige Schweregradkategorie; bereits eine kleine Änderung an einer Datei kann zu einem anderen Hash führen. Der [Bildbericht 2025](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/image-insights/ai-generated-images/) warnt, dass dasselbe Kind im Datensatz mehrfach vorkommen kann. Die Zahl der Bilder ist deshalb nicht als Zahl unterschiedlicher Kinder zu verstehen.

Im [Forschungsbericht vom März 2026](https://www.iwf.org.uk/media/hl1nvdti/iwf-ai-csam-report-2026.pdf) erklärt die IWF, dass Analysten Material nur dann als KI-generiert erfassen, wenn Quelle oder Metadaten darauf hindeuten. Dadurch kann ein Teil synthetischen Materials in der ausgewiesenen Zahl fehlen. Die Mitteilung vom Oktober nennt weder die Zahl der durchsuchten Bilder noch eine Schätzung des gesamten Online-Materials oder mögliche Änderungen bei Suchaufwand und Kennzeichnungsregeln zwischen den Vergleichszeiträumen. Die Zahl beschreibt das von der IWF gefundene und geprüfte Material; sie belegt weder die Gesamtverbreitung noch die Ursache des Anstiegs.

## Warum die Reaktion bekannte und neue Dateien unterscheidet

Wenn die IWF eine rechtswidrige Darstellung bestätigt, kann sie den Hash an Strafverfolgungsbehörden und Technologieunternehmen weitergeben, damit bekannte Dateien abgeglichen werden können. Laut der Mitteilung vom Oktober lässt sich eine neue Datei mit dieser Methode nicht erkennen, bevor sie gefunden und geprüft wurde. Die IWF beruft sich auf diese Lücke und fordert, dass die geplante EU-Verordnung zu sexuellem Kindesmissbrauch neben dem Abgleich bekannter Dateien auch die Erkennung bisher unbekannten Materials erlaubt. Das ist die politische Position der Organisation, kein gemessenes Ergebnis des Gesetzesvorschlags.

Die neue Zahl liefert politischen Entscheidungsträgern und Sicherheitsteams von Plattformen einen konkreten Messwert für das von der IWF geprüfte Aufkommen. Die ungeklärte Vergleichszahl für 2025 und die begrenzten Angaben zur Abdeckung sind wichtig, wenn die Zahlen zur Beschreibung des Ausmaßes über die Hotline-Arbeit hinaus herangezogen werden.

## Quellen und weiterführende Informationen

- [IWF-Mitteilung vom 5. Oktober 2026](https://www.iwf.org.uk/news-media/news/more-ai-generated-child-sexual-abuse-images-found-in-the-first-six-months-of-2026-than-all-of-2025-iwf-warns/), zur Zählung vom 1. Januar bis 30. Juni, zur Aufteilung nach Kategorien, zum genannten Vergleich mit 2025 und zur EU-politischen Forderung der IWF. Die dortige Vergleichszahl von 4.512 Darstellungen für 2025 stimmt nicht mit dem Jahresbericht überein; die Mitteilung erklärt die Differenz nicht und enthält keine vollständige Methode zur Erhebung im ersten Halbjahr.
- [IWF: Bilddaten 2025](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/image-insights/ai-generated-images/), zur Gesamtzahl von 4.586 KI-generierten Darstellungen strafbarer Inhalte im Jahr 2025, einer separat ausgewiesenen Zahl verbotener Darstellungen und dem Hinweis, dass dasselbe Kind in mehreren Bildern erscheinen kann. Dies ist eine widersprüchliche Vergleichszahl aus erster Hand, keine Zählung unterschiedlicher Kinder.
- [IWF-Methode 2025](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/methodology/), dazu, wie öffentliche Meldungen und proaktive Recherchen in das System eingehen, wie Bilder und Meldungen unterschieden und Schweregrad sowie Hash dokumentiert werden und welche Rechtskategorien gelten. Beschrieben wird das Meldesystem von 2025; die Mitteilung vom Oktober 2026 veröffentlicht keine vollständige aktualisierte Methode.
- [IWF, *Harm without limits*, März 2026](https://www.iwf.org.uk/media/hl1nvdti/iwf-ai-csam-report-2026.pdf), insbesondere im Abschnitt zu Hotline-Daten, zur Regel, dass Analysten Material nur bei entsprechenden Hinweisen in Quelle oder Metadaten als KI-generiert erfassen. Der Bericht enthält verstörende Beschreibungen, aber keine Zahlen für das im Oktober veröffentlichte erste Halbjahr.

## Sources

- [Mitteilung der Internet Watch Foundation, 5. Oktober 2026](https://www.iwf.org.uk/news-media/news/more-ai-generated-child-sexual-abuse-images-found-in-the-first-six-months-of-2026-than-all-of-2025-iwf-warns/) — Die IWF berichtet, vom 1. Januar bis 30. Juni 6.310 rechtlich als KI-generiert eingestufte Darstellungen geprüft zu haben: 5.557 Kategorie C, 403 Kategorie B und 350 Kategorie A. Für 2025 nennt sie 4.512 Darstellungen und fordert, die Erkennung zuvor unbekannten Materials in die vorgeschlagenen EU-Regeln aufzunehmen. Ihre Zahl für 2025 weicht vom Jahresbericht ab. Einen Nenner für die Erhebung im ersten Halbjahr 2026 oder eine vollständig aktualisierte Methode veröffentlicht sie nicht.
- [IWF-Daten- und Erkenntnisbericht 2025: KI-generierte Darstellungen](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/image-insights/ai-generated-images/) — Die Jahresübersicht nennt 4.586 KI-generierte Darstellungen strafbarer Inhalte für 2025, also 74 mehr als die 4.512 in der Oktober-Mitteilung. Zusätzlich werden 81 verbotene Darstellungen separat ausgewiesen; außerdem warnt die IWF, dass Kinder in mehreren Bilddateien wiederholt erscheinen können. Die Zahl erfasst weder unterschiedliche Kinder noch das gesamte Online-Material.
- [IWF-Daten- und Erkenntnisbericht 2025: Methode](https://www.iwf.org.uk/annual-data-insights-report-2025/methodology/) — Erklärt werden der Eingang öffentlicher Meldungen und proaktiver Recherchen, getrennte Zähleinheiten für Meldungen/URLs/Bilder/Videos, eine Schweregradeinstufung je Bild, die gesonderte Behandlung zusammengesetzter Dateien, britische Kategorien und die Hash-Erstellung. Dokumentiert ist das Verfahren für 2025; die Mitteilung vom Oktober 2026 belegt nicht, dass Erhebungsaufwand oder Abdeckung unverändert blieben.
- [IWF, Harm without limits: KI-generierter sexueller Kindesmissbrauch aus Sicht der Analysten](https://www.iwf.org.uk/media/hl1nvdti/iwf-ai-csam-report-2026.pdf) — Auf der gedruckten Seite 23 (PDF-Seite 22; nullbasierter PDF-Seitenindex 21) steht, dass Analysten Material nur bei entsprechenden Hinweisen aus Quelle oder Metadaten als KI-generiert erfassen. Das begrenzt die Vollständigkeit. Die Mitteilung enthält nicht die im Oktober veröffentlichte Zahl für das erste Halbjahr.
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