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# Ehemalige OpenAI-Sicherheitsforscher fordern Aufsichtsgremien auf, externe Zusammenarbeit zu schützen
> Drei entlassene OpenAI-Forscher fordern die Aufsichtsgremien auf, externe Sicherheitsarbeit zu schützen und Regeln für Beschäftigte klarzustellen. OpenAI widerspricht ihrer Darstellung der Entlassungen.
By BIG CHANGE Editorial
Published: 2026-10-09T04:59:01.631Z
Updated: 2026-10-09T04:59:01.631Z
Canonical: https://bigchange.ai/blog/openai-researchers-letter-outside-safety-evaluators

Conceptual illustration of the researchers’ public open letter calling for clear rules for outside safety work. It does not reproduce the letter or depict internal events or a model assessment. AI-generated illustration by BIG CHANGE.
Drei ehemalige OpenAI-Sicherheitsforscher haben die Aufsichtsgremien des Unternehmens gebeten, unabhängige Sicherheitsarbeit zu erhalten und klarzustellen, wie Beschäftigte Informationen mit externen Evaluatoren teilen dürfen. In einem [am 8. Oktober veröffentlichten offenen Brief](https://mikitabalesni.com/letter/letter.pdf)widersprechen Tomek Korbak, Jasmine Wang und Mikita Balesni der Darstellung von Fehlverhalten, die nach ihrer Entlassung aufgekommen war. OpenAI erklärte gegenüber TechCrunch, eine Untersuchung habe ein wiederkehrendes Muster beim unsachgemäßen Umgang mit Forschungsinformationen festgestellt, das über die Weitergabe an eine externe Evaluierungsgruppe hinausging. Der Brief und der Bericht von TechCrunch enthalten weder die zugrunde liegenden Ermittlungsunterlagen noch die konkreten fraglichen Richtlinien.
Der Brief ist die Stellungnahme der drei Betroffenen. Sie sagen, sie hätten ihre Arbeit mit externen Gruppen als Teil ihrer Aufgaben und der üblichen Arbeitsweise bei OpenAI verstanden. Sie bestreiten, Informationen über angeblich schlechter überwachbare Modellarchitekturen an The Information weitergegeben zu haben. Das sind ihre Schilderungen der Ereignisse, keine Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung.
## Die große Veränderung
- **Was sich geändert hat:**Die Forscher fordern OpenAIs Sicherheits- und Sicherheitsausschuss, die Sicherheitsberatungsgruppe und den Missionsbeirat auf, zu klären, wie Beschäftigte unter Wahrung der Vertraulichkeit mit unabhängigen Sicherheitsevaluatoren arbeiten können.
- **Warum das wichtig ist:**Der Brief fordert anhaltenden Zugang für Auditoren, den Schutz der Überwachbarkeit von Modellen und ausdrückliche Regeln für externe Zusammenarbeit. Dabei geht es sowohl um die Informationen, die externe Evaluatoren erhalten können, als auch um die Grenzen, die Beschäftigte beim Teilen einhalten müssen.
- **Worauf zu achten ist:**Laut der berichteten Antwort von OpenAI folgten die Entlassungen auf Richtlinienverstöße und standen nicht mit geäußerten Sicherheitsbedenken in Verbindung. Die von TechCrunch wiedergegebene Antwort nennt weder die konkreten Richtlinien noch die Belege für die Entscheidungen.
## Was laut den Forschern geschah
Korbak sagt, er sei während einer Untersuchung eines OpenAI-Agenten-Vorfalls mit Beteiligung von Hugging Face Ansprechpartner des externen Evaluators METR gewesen. Laut dem Brief gab es für die Untersuchung keinen etablierten Präzedenzfall; die internen Verfahren seien damals noch entwickelt worden. Er habe versucht, sich bei der Kommunikation mit externen Kontakten an die damals geltenden Richtlinien zu halten.
Balesni sagt, er habe an unternehmensübergreifenden Verpflichtungen zur Überwachung der Schlussfolgerungen von Modellen gearbeitet. Dem Brief zufolge besprach er diese Arbeit mit Vorstandsmitgliedern und Führungskräften, stimmte sie mit seiner Berichtslinie ab und entfernte vertrauliche Details, bevor er Material teilte. Wang sagt, ihr sei für die Personalbeschaffung Zugang zum E-Mail-Konto einer Führungskraft übertragen worden. Nachdem sie versehentlich eine vertrauliche E-Mail geöffnet habe, habe sie dies umgehend gemeldet und die IT erneut gebeten, den Zugriff zu entfernen. Keine dieser Schilderungen belegt, zu welchem Ergebnis die Untersuchung von OpenAI kam.
## Die Forderungen und die Antwort des Unternehmens
Der Brief enthält drei Empfehlungen. Erstens sollte OpenAI eine öffentliche Zusage erfüllen, die die Forscher Sam Altman zuschreiben: unabhängigen Evaluatoren dauerhaft Zugang zu gewähren. Sie befürchten, die Entlassungen könnten die Zusammenarbeit mit METR oder anderen Auditoren einschränken. Zweitens solle OpenAI und andere Entwickler fortgeschrittener Modelle Änderungen vermeiden, die die Überwachbarkeit weiter verringern, solange die Sicherheitsarbeit darauf angewiesen ist. Der Brief nennt ausdrücklich die Überwachung von Chain-of-Thought-Schlussfolgerungen; er belegt keinen messbaren Rückgang bei einem bestimmten Modell. Drittens fordern sie OpenAI auf, sich erneut zu offener Diskussion über Sicherheit zu bekennen und klare Verfahren für die Zusammenarbeit mit externen Organisationen zu veröffentlichen.
OpenAI hat keine formelle Antwort auf den Brief veröffentlicht, laut [dem TechCrunch-Bericht vom 8. Oktober](https://techcrunch.com/2026/10/08/fired-openai-safety-researchers-dispute-misconduct-claims-warn-of-chilling-effect/). Das Medium berichtet, ein internes Memo, das ihm vorgelegt wurde, habe bestritten, dass die Entlassungen eine Vergeltung für öffentliche Äußerungen gewesen seien, und den Empfehlungen der Forscher zugestimmt. Separat erklärte ein Sprecher gegenüber TechCrunch, eine Untersuchung habe wiederholtes Fehlverhalten beim Umgang mit Forschungsinformationen festgestellt, das über die Weitergabe nach außen hinausging. TechCrunch zufolge beantwortete OpenAI Fragen zu den konkreten Richtlinien, den Umständen der Entlassungen und zum Schutz von Beschäftigten bei der Zusammenarbeit mit externen Evaluatoren nicht.
Die öffentliche Dokumentation zeigt grundsätzliche Übereinstimmung über den Wert externer Sicherheitsarbeit, zugleich aber einen Streit darüber, wie diese drei Beschäftigten sie ausgeübt haben. Der Brief kann weder die Genehmigungen noch die Absichten seiner Verfasser bestätigen, und die berichteten Aussagen des Unternehmens erlauben es Lesern nicht, die mutmaßlichen Verstöße zu beurteilen. OpenAIs Aufsichtsgremien müssen noch klären, welche Regeln für eine solche Zusammenarbeit gelten und welchen Zugang unabhängige Auditoren erhalten.
## Quellen und weiterführende Lektüre
- [Korbak, Wang und Balesni: „OpenAI kann KI nicht allein sicher machen“](https://mikitabalesni.com/letter/letter.pdf), offener Brief vom 8. Oktober 2026. Primärquelle für die Darstellung der Verfasser und ihre drei Empfehlungen. Ihre Beschreibungen interner Ereignisse, Genehmigungen und Modellarbeit sind Aussagen interessierter Parteien.
- [Rebecca Bellan, TechCrunch](https://techcrunch.com/2026/10/08/fired-openai-safety-researchers-dispute-misconduct-claims-warn-of-chilling-effect/), 8. Oktober 2026. Berichtet über die Antworten des OpenAI-Sprechers und des internen Memos sowie über unbeantwortete Fragen. Belegt, was die jeweiligen Seiten gesagt haben, nicht das umstrittene Verhalten selbst.
## Sources
- [Korbak, Wang und Balesni: „OpenAI kann KI nicht allein sicher machen“](https://mikitabalesni.com/letter/letter.pdf) — Primärquelle ist der Brief; die umstrittenen Schilderungen der Unterzeichner zu internen Vorgängen sind ihnen zugeschrieben.
- [Ehemalige OpenAI-Sicherheitsforscher widersprechen Vorwürfen und warnen vor einer abschreckenden Wirkung](https://techcrunch.com/2026/10/08/fired-openai-safety-researchers-dispute-misconduct-claims-warn-of-chilling-effect/) — Bericht von Rebecca Bellan über den Brief sowie die Antworten des OpenAI-Sprechers und des internen Memos.
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