Mit der neuen Ray-Ban Meta Audio bietet Meta Käufern eine Wahl, die es bei den bisherigen KI-Brillen von Ray-Ban nicht gab: ein Gestell mit Sprach-KI und offenen Lautsprechern, aber ohne Kamera. Die Audio wurde am 23. September 2026 auf der Meta Connect vorgestellt. Sie kostet ab 349 Dollar, kann vorbestellt werden und soll ab dem 13. Oktober ausgeliefert werden. Die Ray-Ban Meta Gen 3 mit Kamera kostet ab 449 Dollar und ist bereits erhältlich, Meta zufolge.
Die große Veränderung
- Was sich geändert hat: Meta bietet Sprach-KI nun auch in Ray-Ban-Gestellen ohne Kamera an. Käufer können die Audiobedienung getrennt von den Foto-, Video- und visuellen KI-Funktionen der Gen 3 wählen.
- Warum das wichtig ist: Die Hardware bietet Käufern und Organisationen, die Regeln für gemeinsam genutzte Räume festlegen, einen konkreten Unterschied: Audio kann die Umgebung nicht aufnehmen. Mikrofone, Smartphone, App und Konto bleiben jedoch Teil der Nutzung.
- Worauf zu achten ist: Audio kann vorbestellt werden und soll ab dem 13. Oktober versandt werden; die Gen 3 ist bereits erhältlich. Für die Muse-Integration in Brillen wurde kein Termin genannt. Sie bleibt damit ein separates Softwareversprechen, das an keines der beiden Geräte gebunden ist.
Was das Audiomodell kann und was nicht
Der Produktvergleich von Ray-Ban bezeichnet Audio als „nur Audio“ und führt ausdrücklich „Keine Kamera“ auf. Die Brille hat offene Lautsprecher und sechs Mikrofone für Anrufe und Sprachsteuerung. Ray-Ban nennt einen KI-Chatbot sowie Text- und Live-Übersetzung. Multimodale KI und Live-KI seien bei Audio wegen der fehlenden Kamera jedoch nicht verfügbar. Die Brille kann keine Fotos oder Videos aufnehmen, die für visuelle Fragen zur Umgebung des Trägers nötig wären.
Meta zufolge wiegt Audio ab 43 Gramm und hält mit einer Ladung bis zu zwölf Stunden; das Ladeetui soll bis zu weitere 48 Stunden ermöglichen. Das sind Herstellerangaben, keine Messwerte aus längerer Nutzung. Für die Gestelle Clubmaster und Burbank gibt es auch Korrektionsgläser. Der Praxistest von The Verge kam zu dem Ergebnis, dass die kamerafreien Gestelle dünner und leichter als das bisherige Kameramodell sind; die langfristige Akkuleistung wurde dabei nicht ermittelt.
Die Gen 3 behält eine 12-Megapixel-Kamera und kann Videos mit bis zu 3K aufnehmen. Meta gibt eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden pro Ladung an und sagt, die neuen sechs Mikrofone verringerten Hintergrundgeräusche. Über eine anpassbare Taste lässt sich Meta AI schnell aufrufen. Eine eingebaute LED zeigt Foto- oder Videoaufnahmen an; ein sichtbares Licht ist jedoch nur ein Faktor, anhand dessen Menschen in gemeinsam genutzten Räumen beurteilen, ob sie gefilmt werden.
Bestellung und noch ausstehende Funktionen
In Metas Ankündigung vom 23. September heißt es, dass die Vorbestellung von Audio an diesem Tag begann und die Brillen ab dem 13. Oktober versandt werden. Die Gen 3 wurde am selben Tag als verfügbar geführt. Die US-Produktvergleichsseite von Ray-Ban zeigte Audio bei der Prüfung am 24. September als vorbestellbar und die Gen 3 als erhältlich. Verfügbarkeit und unterstützte KI-Funktionen unterscheiden sich je nach Markt. Maßgeblich ist daher die Bestellseite für das jeweilige Land. Metas Ankündigung führt außerdem neue Märkte und künftige Erweiterungen für das gesamte Brillenangebot auf; sie belegt nicht, dass beide neuen Ray-Ban-Modelle in jedem dort genannten Land verfügbar sind.
Für die Nutzung einer Ray-Ban Meta sind ein kompatibles Smartphone, die Meta-AI-App, eine drahtlose Internetverbindung und ein Meta-Konto erforderlich, laut Ray-Ban. Auch ohne Kamera sind die Mikrofone von Audio und die KI-Interaktion für Datenschutzentscheidungen relevant. Wegen der fehlenden Kamera kann die Brille selbst keine Fotos oder Videos aufnehmen; daraus folgt nicht, wie jede Sprachanfrage verarbeitet, gespeichert oder weitergegeben wird. Käufer und Organisationen, die Regeln für gemeinsam genutzte Räume festlegen, können zwischen visueller Aufnahme und Sprachinteraktion unterscheiden, ohne eines der beiden Gestelle als vollständige Antwort auf alle Datenschutzfragen zu behandeln.
Meta kündigte außerdem an, dass der persönliche Agent Muse in KI-Brillen verfügbar werden soll. Muse wird in den USA separat auf Smartphones und im Web eingeführt. Meta hat keinen Termin für die Integration in Brillen genannt; Käufer können die Funktion heute also nicht voraussetzen. Das Unternehmen kündigte außerdem an, dass Dolby-Atmos-Videoaufnahme und -Wiedergabe noch in diesem Jahr hinzukommen sollen. Diese Videofunktion betrifft Brillen mit Kamera.



